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Due Diligence hat sich grundlegend verändert. Was einst vor allem als Compliance-Maßnahme zur Vermeidung von Bestechung und Korruption diente, hat sich zu einer vielschichtigen Risikodisziplin entwickelt...
Im Jahr 2026 konzentrieren sich Regulierungsbehörden längst nicht mehr nur darauf, ob Unternehmen eine Drittpartei überprüft haben. Entscheidend ist heute vielmehr, ob Organisationen ESG-Faktoren in ihre...
Viele Unternehmen betrachteten die Due Diligence von Drittparteien lange Zeit vor allem als Pflichtaufgabe: Formulare ausfüllen, Standardprüfungen durchführen und ein Compliance-Häkchen setzen, bevor neue...
Vor fünf Jahren bedeutete Due Diligence vor allem eines: die Bekämpfung von Bestechung und Korruption. Gegenparteien wurden geprüft, Sanktionslisten und PEPs abgeglichen und die Ergebnisse dokumentiert...
Die ständigen und immer raffinierteren Versuche, sich Vorschriften zu entziehen, haben weltweit zu verschärften Maßnahmen im Kampf gegen Finanzkriminalität geführt. Im Vereinigten Königreich ändern etwa...
Due Diligence hat sich grundlegend verändert. Was einst vor allem als Compliance-Maßnahme zur Vermeidung von Bestechung und Korruption diente, hat sich zu einer vielschichtigen Risikodisziplin entwickelt. Heute umfasst sie Themen wie ESG-Risiken, KI-Governance, die zunehmende Fragmentierung von Sanktionsregimen und grenzüberschreitende Durchsetzungsmaßnahmen.
Die Due Diligence Checkliste 2026 macht deutlich: Ein wirksames Management von Drittparteirisiken ist heute komplexer – und geschäftskritischer – als jemals zuvor in den vergangenen zehn Jahren. Für Führungskräfte ist dies weit mehr als eine Weiterentwicklung der Compliance. Es markiert einen strategischen Wendepunkt.
Aufsichtsbehörden definieren die Grenzen unternehmerischer Verantwortung neu.
Im Vereinigten Königreich erhöht der Straftatbestand des „Failure to Prevent Fraud“ die Haftungsrisiken für große Unternehmen, wenn diese keine angemessenen Maßnahmen zur Betrugsprävention bei verbundenen Personen nachweisen können. In der Europäischen Union verpflichtet die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) Unternehmen dazu, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken entlang ihrer gesamten Wertschöpfungsketten zu identifizieren und zu minimieren.
Auch das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das norwegische Transparenzgesetz sowie verschärfte ESG-Berichtsanforderungen senden eine klare Botschaft: Risiken enden nicht an den rechtlichen Grenzen eines Unternehmens.
Vorstände und Geschäftsleitungen werden heute nicht nur für ihr eigenes Handeln verantwortlich gemacht, sondern auch für die Geschäftspartner, mit denen sie zusammenarbeiten.
Die geopolitische Lage hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Zunahme von Sanktionen geführt. Gleichzeitig unterscheiden sich regulatorische Anforderungen zunehmend zwischen den USA, der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich, China und dem Nahen Osten. Für international tätige Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Risiken müssen kontinuierlich überwacht werden.
Besonders relevant sind dabei:
Sanktionsscreening ist längst keine einmalige Maßnahme im Onboarding-Prozess mehr. Es hat sich zu einer dynamischen Monitoring-Aufgabe entwickelt, die aktuelle, präzise und global verfügbare Daten voraussetzt.
ESG-Anforderungen haben sich von Offenlegungspflichten zu verbindlichen Sorgfalts- und Rechenschaftspflichten entwickelt. Themen wie Menschenrechte, Umweltkriminalität, Risiken von Zwangsarbeit, Biodiversität und Transparenz in Lieferketten gehören heute fest zum Aufgabenbereich von Compliance- und Risikoteams.
Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen unterschiedlichen Risikokategorien zunehmend. Neue regulatorische Ansätze verbinden ESG-Risiken mit Finanzkriminalität, Korruptionsprävention und Governance-Anforderungen.
Brasiliens nationale Antikorruptionsstrategie verlangt beispielsweise die Berücksichtigung menschenrechtlicher und sozioökologischer Faktoren in Korruptionsrisikobewertungen. In Singapur werden Nachhaltigkeitsaspekte bereits systematisch in finanzielle Due-Diligence-Prozesse integriert.
Die traditionellen Silos im Risikomanagement lösen sich auf. ESG-, Governance- und Finanzkriminalitätsrisiken wachsen zunehmend zusammen.
Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur Innovationstreiber. Sie entwickelt sich zunehmend zu einem eigenen Risikobereich.
Mit dem EU AI Act, Singapurs Governance-Rahmenwerk für Agentic AI und Südkoreas AI Basic Act rücken nicht mehr nur KI-Anbieter in den Fokus der Regulierung. Auch Unternehmen, die KI-Systeme einkaufen und einsetzen, müssen neue Anforderungen erfüllen. Dadurch entsteht eine neue Form von Drittparteirisiken: die Due Diligence von KI-Anbietern.
Unternehmen müssen bei der Auswahl von Technologiepartnern zunehmend bewerten:
Unzureichende Prüfungen können nicht nur regulatorische Konsequenzen nach sich ziehen, sondern auch erhebliche Reputationsschäden verursachen. Damit wird Compliance zu einem wichtigen Bestandteil moderner Technologie-Governance.
Die klassische, rein checklistenbasierte Due Diligence reicht in der heutigen Risikolandschaft nicht mehr aus. Regulatorische Anforderungen verlangen zunehmend einen risikobasierten Ansatz, der Faktoren wie geografische Risiken, Branchenspezifika, wirtschaftlich Berechtigte, die Beteiligung politisch exponierter Personen sowie negative Medienberichterstattung berücksichtigt, bevor Umfang und Intensität einer Prüfung festgelegt werden.
Ein einheitlicher Standardansatz für alle Fälle ist nicht nur ineffizient, sondern lässt sich zunehmend auch regulatorisch kaum noch rechtfertigen. Stattdessen benötigen Unternehmen strukturierte, abgestufte Prüfmodelle, die auf hochwertigen globalen Daten basieren und Verhältnismäßigkeit, Transparenz sowie Nachvollziehbarkeit sicherstellen. Im Fall behördlicher Untersuchungen zählt nicht allein die Absicht eines Unternehmens – entscheidend ist auch, wie nachvollziehbar und belastbar die zugrunde liegenden Entscheidungen dokumentiert wurden.
Gleichzeitig ist die Qualität der verwendeten Daten selbst zu einem kritischen Risikofaktor geworden. Mit dem rasanten Wachstum verfügbarer Informationen und dem Aufstieg generativer KI steigt auch das Risiko von Fehlinformationen. Deshalb müssen Due-Diligence-Prozesse auf verlässlichen, lizenzierten und überprüfbaren Datenquellen basieren.
Technologie kann Erkenntnisse beschleunigen – ohne vertrauenswürdige Daten schafft sie jedoch neue Risiken. Im Jahr 2026 hängt eine belastbare Due Diligence nicht nur von den Prozessen ab, sondern ebenso von der Qualität und Integrität der zugrunde liegenden Daten.
MEHR DAZU: Due Diligence 2026: Warum klassische Checklisten nicht mehr ausreichen
Für zukunftsorientierte Unternehmen stellt sich nicht länger die Frage, wie sie mit regulatorischen Veränderungen Schritt halten können. Vielmehr geht es darum, Compliance-Kompetenz in einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln. Ein modernes Due-Diligence-Programm sollte Unternehmen dabei unterstützen:
Lösungen wie Nexis Diligence+ unterstützen strukturierte Prüfungen und die laufende Überwachung von Drittparteien im Einklang mit risikobasierten Anforderungen. Nexis Data+ ermöglicht die Integration lizenzierter globaler Nachrichten-, Rechts- und Unternehmensdaten in interne Compliance-Systeme und Analyseumgebungen. Gemeinsam eingesetzt unterstützen diese Lösungen Compliance-Teams dabei, von reaktiven Einzelprüfungen zu einer intelligenten, datengetriebenen Überwachung überzugehen.
Die Due Diligence Checkliste für 2026 zeigt, dass führende Unternehmen Due Diligence zunehmend nicht mehr nur als Schutzmechanismus betrachten, sondern als strategischen Erfolgsfaktor. Unternehmen, die Risiken ihrer Drittparteien transparent und kontinuierlich überwachen, profitieren von:
In einer Welt zunehmender Haftungsrisiken und engerer internationaler Zusammenarbeit von Aufsichtsbehörden ist Due Diligence keine reine Backoffice-Funktion mehr. Sie ist zu einer strategischen Kernkompetenz geworden.
Jetzt die Due Diligence Checkliste 2026 herunterladenErhalten Sie einen umfassenden Überblick über die regulatorischen Entwicklungen und den risikobasierten Rahmen, der das Management von Drittparteirisiken im Jahr 2026 prägt. |
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