Verstöße gegen das GwG nehmen zu: So lassen sich Strafen vermeiden

Von: Thomas Becker

In 2024 sollte die Prävention von Geldwäsche für jedes Unternehmen Priorität haben. Die finanziellen Kosten eines Compliance-Verstoßes steigen, da die weltweit verhängten Geldstrafen gegen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 50% gestiegen sind. In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit einigen kürzlich verhängten Geldstrafen im Zusammenhang mit Geldwäsche. Anschließend zeigen wir vier Möglichkeiten auf, wie Unternehmen Compliance-Verstöße und Geldstrafen vermeiden können – und wie LexisNexis Unternehmen dabei helfen kann, den eigenen AML-Prozess Schritt für Schritt zu verbessern.

Geldstrafen im Kontext von Geldwäsche sind um 50% gestiegen.

Die von Unternehmen gezahlten Geldstrafen für Geldwäscheverstöße und andere Finanzverbrechen sind laut Fenergo im Jahr 2022 drastisch gestiegen.1 Die jüngst verhängten Strafen für Geldwäscheverstöße zeigen, dass die Ermittlungen von Strafverfolgungsbehörden weltweit verfolgt werden. Zum Beispiel:

  • Britische Aufsichtsbehörden gaben 2023 bekannt, dass sie mehr als 7 Millionen US-Dollar von einem Bankkonto beschlagnahmten, das im Rahmen der Korruptionsaffäre „Operation Car Wash“ in Brasilien in die Geldwäsche unter verschiedenen Firmennamen verwickelt war.
  • Die Zentralbank der Niederlande verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 3,3 Millionen Euro gegen eine Kryptowährungsbörse, weil diese sich nicht ordnungsgemäß gemäß die Geldwäsche-Vorschriften des Landes registriert hatte.
  • Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate verhängte im Februar 2023 eine Geldstrafe in Höhe von fast 500.000 US-Dollar gegen ein Finanzunternehmen wegen angeblicher Verstöße gegen das Geldwäschegesetz.
  • Die Zoll- und Verbrauchsteuerbehörde Hongkongs gab neun Verhaftungen im Zusammenhang mit mutmaßlicher Geldwäsche im Jahr 2023 bekannt. Dabei ging es um Überweisungen im Wert von über 750 Millionen US-Dollar, die über Banken in Hongkong zwischen 2020 und 2022 getätigt wurden.

Die extrem hohen Geldstrafen spiegeln das wachsende finanzielle und rechtliche Risiko für Unternehmen wider, wenn sie keine angemessenen Verfahren zur Geldwäscheprävention, einschließlich einer risibobasierten Due Diligence, einführen. Neben den finanziellen Auswirkungen verursachen Beispiele wie diese auch strategische Kosten, da sie die Zeit und den Aufwand der Geschäftsleitung in Anspruch nehmen, um auf die Anschuldigungen zu reagieren und etwaige Verstöße zu beheben. Außerdem wurde der Ruf der betroffenen Unternehmen geschädigt, da die Geldstrafen weltweit Schlagzeilen machten.

Wie Geldstrafen für Geldwäscheverstöße vermieden werden können

Um mutmaßliche Geldwäscheverstöße zu erkennen und Maßnahmen zur Reduzierung dieser Risiken zu ergreifen, sind vier wichtige Aspekte zu beachten:

  • Daten: Die Berücksichtigung eines breiten Spektrums relevanter Datensätze kann Unternehmen dabei helfen, festzustellen, ob ein bestimmter Kunde oder ein Drittanbieter ein hohes Geldwäscherisiko birgt. Auf Basis des Risikogrades können Unternehmen entscheiden, wie umfangreich das Zielunternehmen geprüft werden muss.
  • Technologie: Technologie hilft Unternehmen dabei, großen Datensätze zu durchsuchen, um Risiken effizient zu identifizieren und so das Potenzial für menschliche Fehler zu beseitigen. Viele Banken nutzen Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, um verdächtige Transaktionen ihrer Kunden zu erkennen.
  • Laufende Überwachung: Es besteht ein fortlaufendes Risiko für Geldwäscheverstöße. Ständig gibt es neue Entwicklungen, sei es eine Gesetzesänderung oder neu verhängte Sanktionen. Deshalb müssen Unternehmen regelmäßig Due Diligence Prüfungen bei Partnern und Kunden durchführen, um sicherzustellen, dass alle neuen Risiken erfasst werden.
  • Reporting: Eine klare und wirksame Berichterstattung über das Geldwäscherisiko eines Unternehmens ermöglicht es der Geschäftsleitung, aufkommende Risiken zu verstehen und darauf zu reagieren. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, die Erwartungen von Aufsichtsbehörden zu erfüllen.

Wie LexisNexis Unternehmen helfen kann, ihre Geldwäsche-Compliance zu verbessern

LexisNexis kombiniert umfassende Daten und neueste Technologien, um Unternehmen bei ihrer Geldwäsche-Compliance zu unterstützen. Dazu gehören:

  • Daten: Wir bieten Unternehmen vertrauenswürdige und zuverlässige Daten, einschließlich Nachrichtendaten (und Adverse Media), PEP- und Sanktionsdaten, Unternehmensdaten und ESG-Daten. Unser Quellenangebot umfasst ein umfangreiches Archiv aus mehr als 40 Jahren.
  • Technologie: Wir unterstützen Unternehmen beim Einsatz von Technologien im Zusammenhang mit diesen Datenquellen, um ihren Ansatz für Due Diligence Prüfungen und das Risikomanagement hinsichtlich Geldwäscheverstößen zu verbessern.
  • Laufende Überwachung: Wir unterstützen Sie bei der automatischen Erfassung von Risikoveränderungen. Wir fügen unserem System jeden Tag Millionen von Dokumenten hinzu, damit Ihr Team stets auf die aktuellsten Informationen zurückgreifen kann.
  • Reporting: Nexis Diligence+ erstellt auditfähige Reports, die den Risikograd jeder Drittpartei bewerten. Risikobewertungen können dank Zusammenfassungen und Visualisierungen anschaulich dargestellt werden, sodass sie leicht verständlich sind und dem Vorstand präsentiert werden können.

Compliance: Ein Return on Investment

Der weltweite Wirtschaftsabschwung hat viele Unternehmen dazu veranlasst, ihre Kosten und Ausgaben zu senken. Wenn Unternehmen jedoch ihre Budgets für die Compliance-Einhaltung kürzen, erhöhen sie im Gegenzug das Risiko von Geldstrafen und rechtlichen Schritten sowie reputationsbezogene und strategische Risiken im Falle eines Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz.

Investitionen in AML und Due Diligence können Unternehmen helfen, hohe Geldstrafen zu vermeiden. Sie können sich auch auszahlen, denn Umfragen zeigen, dass immer mehr Verbraucher, Investoren und Arbeitnehmer bei Unternehmen kaufen, in sie investieren und für sie arbeiten wollen, die sich zu ethischen Geschäftspraktiken verpflichtet haben. Darüber hinaus können Technologieplattformen wie Nexis Diligence+ Unternehmen dabei helfen, ihre Ausgaben für zeitaufwändige manuelle Due Diligence Prüfungen zu reduzieren und Compliance-Beauftragte für höherwertige Aufgaben einzusetzen.

Nächste Schritte:

  1. Erfahren Sie, wie Nexis Diligence+ Ihnen hilft, Compliance-Risiken frühzeitig zu erkennen und Geldstrafen zu vermeiden.
  2. Laden Sie sich unser Whitepaper „AML Compliance: Eine globale Übersicht“ kostenlos herunter und lesen Sie mehr über die wichtigsten Trends, auf die Unternehmen reagieren müssen.

1 Global anti-money laundering fines surge 50%, ft.com

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